48 Stunden Athen

Kids from the Hill

WARUM, WARUM?

Ich habe keinen blassen Schimmer, warum Athen für uns nie zuvor als Urlaubsziel auf der Reiseagenda stand. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher nur Pita und den Aphrodite Fleischteller vom Griechen um die Ecke kannte oder, dass wir die letzten Jahre nur mit Negativschlagzeilen über die Finanzkrise in Griechenland überflutet wurden. Da nun aber unsere Freunde Ben und Ivonne auf der griechischen Insel Ikaria heiraten werden, geht es für uns ab nach Griechenland. So, und während ich diese Zeilen schreibe, sitzen wir im Flieger Richtung Athen und ich schiele auf den kleinen Chinesen neben mir, der motiviert die Stadtpläne der griechischen Hauptstadt studiert. Aber weder bei Till noch bei mir will sich so ein richtiges Urlaubsgefühl breitmachen. Wir sind 48 Stunden in Athen, bevor uns die Fähre weiter nach Ikaria bringt, und wir haben wirklich keine Ahnung, was uns erwarten wird.

 

 

 

ANKUNFT IN ATHEN

Nach vier Stunden im Flugzeug landen wir am späten Nachmittag am Hauptstadtflughafen. Mit der Metro Linie 3 fahren wir in die Innenstadt Athens. Der Spaß kostet 8 Euro pro Person und wir haben 50 Minuten Zeit, um die Augen zu schließen und zu realisieren, dass wir wirklich in einem anderen Land angekommen sind. Gar nicht mal so leicht, da uns schon während der Zugfahrt der Berlinflavour begleitet. Ein bisschen U1-Gefühl mit Straßenmusikern und Bettlern. Wir steigen an der Haltestelle Monastiraki aus und schleppen unsere Koffer schwitzend durch die engen Gassen Athens. Unser Apartment liegt direkt an der Platia Agias Irinis und die Nachmittagssonne taucht den Marktplatz in ein warmes Gold. Hier und da sitzen vereinzelt ein paar Leute vor den Cafés und Restaurants und genießen ihren Kaffee Freddo, das inoffizielle Nationalgetränk der Griechen.

 

 

VORTASTEN

Nach einer kalten Dusche laufen wir barfuß über den kühlen weißen Marmor unseres Lofts, während sich die letzten Sonnenstrahlen durch die schweren Vorhänge bahnen. Wir sind aufgekratzt, wollen raus und uns einen ersten Überblick verschaffen. Es wird langsam dunkel in Athen und die Hauptstadt erwacht aus ihrem trägen Mittagsschlaf. Wir setzen uns in eines der unzähligen Cafes auf der Platia und schlürfen unsere Drinks, während sich der Marktplatz mit Menschen füllt, die sich kurz zuvor noch vor der drückenden Hitze versteckt haben. Schweigend genießen wir die vibrierende Atmosphäre und beobachten, wie sich die Leute um uns herum angeregt miteinander unterhalten, während sie sich Desserts aus kleinen bunten Schalen teilen. Ein Straßenmusiker pendelt zwischen den Cafes auf und ab und lässt sich von den Klängen seiner Gitarre treiben.

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DER HOF

Mit Kati und Jan machen wir uns auf die Suche nach etwas Essbaren. Gemeinsam schlendern wir durch die golden beleuchtete Innenstadt Athens und werden auch nach kurzer Zeit fündig. Als wir in eine menschenleere Straße abbiegen, stoßen wir auf einen Hauseingang, der uns in einen Hinterhof führt. Magisch angezogen, folgen wir den Stimmen und dem Gelächter und sind plötzlich in einer völlig anderen Welt. Als wären wir durch den Kleiderschrank gelaufen und zack, in Narnia gelandet. Der langgezogene Hinterhof gleicht einer griechischen Dorftaverne, besser gesagt, was wir uns darunter ausmalen würden. Ein paar Katzen spielen Verstecken unter den Tischen, während aus den Lautsprechern der Klang einer Bouzouki dringt. Wir sind die einzigen Touristen an diesem Abend und auch ein wenig stolz auf uns, dass wir dieses kleine versteckte Paradies gefunden haben.

 

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DER ERSTE TAG IN ATHEN

Für uns startet der erste Morgen in Athen entspannt. Nach dem Ausschlafen spazieren wir durch die Innenstadt und frühstücken in einer kleinen französischen Saftbar Namens Le Petit Village. Als Kati und Jan zu uns stoßen, geht es auch schon los. Gemeinsam erkunden wir die Gegend um Monastiraki, Syntagma und Psirri. Athen ist ein dreckiger Hund, wie Berlin, nur wärmer, mit dem Herz am rechten Fleck. Die Mischung zwischen Streetart, Künstlern, Cafés und den alten, manchmal geisterstadtähnlichen Fassaden vermittelt uns ein wohliges Gefühl. Wie ein alter Mann, dem man sofort zuhören möchte, wenn er mit funkelnden Augen alte Geschichten aus seinem Leben erzählt. Wären nicht 40 Grad im Schatten, würden wir glatt vergessen, dass wir in Athen und nicht in Berlin sind.

 

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DAS COTTAGE

Nach 6 Stunden Powerwalking durch Athen fahren wir zu Kati und Jans Unterkunft im Distrikt Stadio. Ein kleines Cottage mit Pergola, umringt von meterhohen hässlichen Betonbauten. So widersprüchlich in sich und gleichzeitig zum Verlieben schön. Während Jan sich in der Küche am Herd austobt, leeren wir mit Kati die erste Flasche Wein in der Gartenlaube. Es ist bereits dunkel, als Jan uns sein Essen serviert. Wir beobachten die Sterne, essen das selbstgemachte Pita mit Kartoffelstampf und hören dabei ein paar Songs von Jack Savoretti. Für die beiden ist es bereits der letzte Abend in Athen. Till und ich sind ein wenig traurig, dass wir nicht gemeinsam die restliche Zeit in der Hauptstadt verbringen können.

 

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DER ZWEITE UND LETZTE TAG IN ATHEN

Der Alarm reißt uns bereits um 06:30 Uhr aus unseren Träumen. Da man sich bekanntlich das Beste bis zum Schluss aufhebt, zwingen wir uns heute zu einem Sightseeingprogramm. Weder Till noch ich sind besonders scharf auf Touristenschwärme, die sich mit Schwertern aka Selfiestöcken, vor den Wahrzeichen der Stadt bekriegen. Aber irgendwie hätten wir auch ein schlechtes Gewissen, Athen zu verlassen, ohne davor wenigstens ein paar geschichtsträchtige Bauten gesehen zu haben. Wir laufen mit unserem Kaffee durch die leergefegten Straßen Athens und bereuen keine Minute so früh am Morgen auf den Beinen zu sein. Es ist noch angenehm kühl, als wir die meterhohen Treppen Richtung Akropolis hinaufsteigen. Oben angekommen sind wir nicht wirklich überrascht, dass schon so viel los ist. Was danach kommt, ist einfach zu beschreiben. Steine über Steine und das den ganzen Vor- und Nachmittag. Was uns daran am besten gefällt sind die Strecken, die wir dazwischen laufen, um zu den Denkmälern zu gelangen.

 

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ES WAR SCHÖN MIT DIR, ATHEN

Um 23:00 Uhr heißt es Abschied nehmen. Athen hat uns eingelullt, überrascht und mitgerissen. Wir sind verliebt in die Vielfalt, die die Stadt zu bieten hat und traurig darüber, gehen zu müssen. Aber wir sind uns ganz sicher, dass das bestimmt nicht das letzte Mal für uns in Athen gewesen ist. Unser zweites griechisches Berlin.

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