Drei Tage San Francisco

zu Fuß durch San Francisco

Till van Loosen & Hanna Goldfisch

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Für uns ist San Francisco eine der schönsten Städte der Westküste der USA. Vielleicht sogar die schönste Stadt Amerikas überhaupt.

Das liegt einmal an San Franciscos ganz eigenem Charme und wahrscheinlich auch ein wenig daran, dass wir als Europäer uns in San Francisco nicht ganz so verloren vorkommen, wie in „normalen“, amerikanischen Großstädten, in denen standesgemäß alles größer, schneller, höher und weiter ist als bei uns. Dadurch, dass San Francisco, für US Verhältnisse, ein wenig überschaubarer wirkt, schafft man es problemlos, in 3 Tagen vieles zu Fuß zu erkunden.

Unsere 3 Tage in San Francisco – Here we go! (im wahrsten Sinne des Wortes)

FORTBEWEGUNG

International Airport  Hotel:Nach 14 anstrengenden Stunden Flug landen wir endlich am International Airport in San Francisco. Von der Bart Station (Bart ist der Name des San Francisco Transit) geht’s weiter mit dem Zug in Richtung Stadtmitte. Der Fahrpreis (richtet sich nach der zurückgelegten Strecke und) kann mit dem Bart Calculator schnell berechnet werden. Easy. Und vor allem viel günstiger als ein Taxi. 

In unserem Falle: Airport  Powell Station = 8.95 Dollar pro Person.

IN DER CITY

Während unserer 3 Tage in San Francisco waren wir hauptsächlich zu Fuß unterwegs. Nur wenn wir wirklich zu fertig oder müde waren, haben wir uns per UBER, dem Traum eines jeden faulen Touristen, durch die Gegend kutschieren lassen. Wer in einer fremden Stadt das Taxi nutzt, kann sich normalerweise sicher sein, dass der Riksha-, Taxi- oder Cab-Driver einem grundsätzlich den Dummer-unwissender-Tourist-Bonus-Fahrpreis berechnet. Mit UBER passiert einem das nicht. App runterladen, Profil erstellen. Feddich. Abgerechnet wird mit der Kreditkarte. Standort auswählen, Ziel eingeben und schon hat man eine sichere und angenehme Fahrt. Da während unseres Aufenthalts Uber in San Francisco Geburtstag hatte, kostete jede Fahrt nur 7 Dollar. Schnäppchen, wenn man vom Golden Gate Park in die City fährt. 

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UNTERKUNFT

Für unsere 3 Tage in San Francisco waren wir im Hotel Union Square einquartiert, einem schicken, kleinen Art-Deco Hotel in der 114 Powell Street. Das Hotel liegt keine 3 Minuten zu Fuß von der Station entfernt und so war es trotz Übermüdung und mächtig viel Gepäck kein Problem für uns, fix von der Powell Station zu unserem Hotel zu kommen. Reisen dürfte öfters so easy sein. Noch vor unserer Ankunft im Hotel freuten wir uns, dass es tatsächlich so zentral liegt wie auf der Webseite angegeben. Gebucht hatten wir einen „Deluxe Guestroom“. Klein, aber für 3 Tage absolut ausreichend, da wir unsere Zeit in San Francisco fast ausschließlich draußen verbracht haben. Das Zimmer war sauber, die Einrichtung neu, modern, sehr zweckmäßig und fürs Sicherheitsgefühl gab's einen kleinen Safe oben drauf. Für die Shopping-Wahnsinnigen soll hier angemerkt werden, dass vom Levi's Store über den riesen Converse Shop, bis hin zur West District Shopping Mall wirklich alles nur wenige Minuten zu Fuß vom Hotel bzw. der Powell Street entfernt liegt. Das Personal vom Union Square Hotel bekommt eine Biene ins Fleiß-und-Geduld-Heft. Wir waren traurig, dass wir keinen Ausblick hatten und haben, nach einmaligem Winseln mit Hundeblick, prompt ein Zimmer ganz oben im Hotel mit super Blick auf die Powell Street bekommen. (Zu sehen in dem Bild über diesem Text) Wonderful! Die 1+ mit Sternchen hat sich die Hotel Gäng dann aber später mit der Nachsendung unserer Festplatten nach Las Vegas, verdient. Lebensrettung.

Nach dem Check-in, gönnen wir uns einen kleinen Mittagsschlaf. Katzenwäsche und dann ab nach draußen.

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kids from the hill travel blog san francisco image Powell Street  

TAG 1- ZU FUß DURCH SAN FRANCISCO

Erster Stopp: Wallgreens, der sich gleich auf der gegenüberliegenden Strassenseite des Hotels befindet. Neben einer Apotheke und Snackabteilung bietet Wallgreens auch eine Saft- und Salatbar, in der für dich alles frisch vor deinen Augen zubereitet wird. Mit einem Saft bewaffnet beginnen wir unsere Tour, die uns zu Fuß durch Chinatown, vorbei am Exploratorium, Pier 7 und über den Financial District zurück zum Hotel führt. Siehe Karte. San Franciscos China Town blüht vor Leben. Rote Lampions am strahlend blauen Himmel und kleine Seitenstrassen, die darauf warten, erkundet zu werden. Strassenhändler, die dir von frischem Obst und Gemüse bis hin zu getrockneten Würmern und Hühnerfüßen fast alles anbieten. Wenn ihr nach einem kuriosen Andenken für die Family sucht, seid ihr in China Town genau richtig. Nachdem wir uns einen ersten Eindruck verschafft haben, geht es für uns zu Fuß weiter Richtung Exploratorium , das ungefähr 2 km entfernt direkt am Pier 15 liegt. Das Exploratorium ist, wie sein Name schon ein wenig vermuten lässt, ein Erkundungs-Museum. Eine Art Riesenspielplatz mit Lerneffekten für Groß und Klein. Ein Mann lässt Nebelwolken in den Himmel aufsteigen, ein Kind dreht sich auf einem Sandrad, wir machen Fotos vor einem Verzerrungs-Spiegel, der vor dem Museeum angebracht ist. 

Vom Exploratorium ist es nur ein Katzensprung zum Pier 7, einem von gefühlt 1000 schönen Piers in San Francisco. Von dort aus hat man einen vogeltastischen Ausblick auf die Bay Bridge und kann dort wunderbar für ein paar Minuten die Seele baumeln lassen. Weiter geht es für uns durch den Financial District, wo wir schlussendlich bei See  in der 651 Market Street landen, um für Till eine neue Sonnenbrille zu kaufen. Feiner, kleiner Laden mit freundlichen Mitarbeitern. Brauchst du Brille, gehst du da.

Frisch bebrillt endet unser erster von 3 Tagen San Francisco, indem wir die letzte Etappe vom Financial District zurück zu unserem Hotel (immer noch zu Fuß) in Angriff nehmen.

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TAG2- ZU FUß DRUCH SAN FRANCISCO

Unser 2. von 3 Tagen San Francisco führt uns wieder nach China Town. Dieses Mal wählen wir die Route über den Haupteingang, das Dragon Gate. Wir bummeln ein wenig durch die Seitenstraßen, wo wir durch Zufall auf die Glückskeksfabrik in der 56 Ross Alley, CA 94108 stoßen. Diese ist von 08:00-18:00 Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Da die “Fabrik“ nur aus einem kleinen Raum besteht, in dem die Mitarbeiter fleißig Kekse backen, ist sie leicht überschaubar und auf jeden Fall einen Besuch wert.

GEHEIM TIPP

Jetzt, wo wir mächtig Hunger haben, wollen wir auf den Geheimtipp unseres Uber-Fahrers zurückkommen. Er hatte uns einen italienischen Feinkostladen namens „Molinaris“, auf der 373 Columbus Ave, CA 94133 ans Herz gelegt. „It's a bit expensive, but you won't regret it.“, versicherte er uns. Er sollte Recht behalten. Der Preis für ein Sandwich ist mit gut 14 Dollar zwar leicht wahnsinnig, aber dafür werden auch locker 2-7 ausgewachsene Dinosaurier davon satt. Und es schmeckt richtig lecker. Indianerehrenwort!

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Kugelig gefressen rollen wir mit Uber zum Golden Gate Park, um nicht im stehen einzuschlafen. Dort angekommen spazieren wir gut 2 Stunden gemütlich durch die Gegend und finden dabei haufenweise schöne Spots zum Fotos machen, Eichhörnchen jagen und Tauben vergiften. (Dies ist ein Scherz und bezieht sich auf den Song „Tauben vergiften“ von Georg Kreisler. Ruhe in Frieden, Georg.)
Hier geht's zur ganzen Fotostrecke aus dem Golden Gate Park.

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Zum Sundowner wollen wir trotzdem die Location wechseln und fahren deswegen, auf Empfehlung eines anderen Uberfahrers, zum Cliff House auf der 1090 Point Lobos Ave, CA 94121. 

Das Cliff House ist täglich von 09:00-21:30Uhr geöffnet. 

Das Restaurant hat eine komplett verglaste Wand, durch die man kilometerweit aufs Meer hinaus blicken kann. Der Ausblick ist so schön wie das Essen schlecht ist. Überteuert und geschmackvoll wie Pappe. "Was für ein furchtbarer Fraß. Und dann noch so eine kleine Portion." hat Groucho Marx schon so schön gesagt. Egal, wir genießen den fantastischen Sonnenuntergang, nippen an unseren Cocktails, die nach Tetrapack Fertigmix schmecken, und fahren glücklich zurück zum Hotel.

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TAG 3- ZU FUß DURCH SAN FRANCISCO

Unser letzter von 3 Tagen San Francisco beginnt mit einem Kaffee bei einer kleinen, geheimnisvollen Kafferösterei mit dem kangvollen Namen Starbucks. Da unser Hotel im Herzen des Shopping Districts von San Francisco liegt, entscheiden wir uns, ein paar Stunden bummeln zu gehen. Das Westfield San Francisco Centre, in der 865 Market St, CA 94103 ist täglich von 10:00-20:30 Uhr geöffnet und nur 3 Minuten vom Hotel entfernt. Das Rieseneinkaufszentrum hat alle Brands in einem riesigen Gebäude vereint. Wer zu faul zum Erkunden ist, ist dort goldrichtig. Nach einem kleinen Snack im Foodcourt beginnt unser Fußmarsch zum Golden Gate Park. Wir durchqueren Tenderloin, den Lower Haight District sowie Haight Ashbury, bis wir nach 3 stündigem Spaziergang endlich den Twirl & Dip Ice Cream Truck erreichen. Vanilla Softeis mit Choclate Seasalt Krone für 5.50 $. Awesomely awesome! Das Eis ist Bio und die Schokolade nur von glücklichen Milka-Kühen gezapft, wenn man dem Eismann glauben darf. Der Ice Cream Truck steht inmitten des Golden Gate Parks, umringt von zahlreichen Museen, auf dem 335 Martin Luther King Jr Drive, San Francisco, CA 94117 kurz vorm Japanese Teagarden. Fast nicht zu verfehlen.

kids from the hill travel blog san francisco image twirl and dip  

 

Last but not least, die finale Etappe unserer 3 Tage in San Francisco: Der Japanese Teagarden im 75 Hagiwara Teagarden Drive ist von 09:00-18:00 Uhr geöffnet.

Schon vor dem betreten der Gärten merkt man, dass es sich hier um keinen Geheimtipp, sondern um eine klassische Touristenattraktion handelt. Wenn man hier ein schönes Foto machen möchte, sollte man darauf vorbereitet sein, dass 784 Andere das in genau diesem Moment auch möchten. MIT Selfiestick! Dennoch: Die 1894 angelegten, ältesten japanischen Gärten Amerikas erfüllen nach wie vor ihren ursprünglichen Zweck: Sie lassen uns ein wenig zur Ruhe kommen. Buddhistisch beeinflusste Bauten, umgeben von typisch japanischen und chinesischen Pflanzen, eingerahmt von kleinen Fischteichen, Bächen und dümmlich grinsenden Selfie-Touristen. Erstere sind sehr schön anzusehen. Zu Fuß hat man den Japanese Teagarden locker in ca. 30 Minuten durchquert. Wir persönlich haben uns ein wenig geärgert, 8 Dollar Eintritt p.P. bezahlt zu haben. 

Das lässt sich jedoch vermeiden, indem man Montags, Mittwochs, oder Freitags jeweils vor 10 Uhr dort aufschlägt. Dann ist der Eintritt nämlich for free.

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